Gesund Reisen (Hinweis für kranke Passagiere)

Kranke Passagiere reagieren empfindlich auf geringfügige Veränderungen, daher ist eine ärztliche Beratung vor der Reise erforderlich, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.  Medikamente müssen im Handgepäck aufbewahrt werden.

Ob Jetlag, Ohrenschmerzen oder Reisekrankheit – hier finden Sie hilfreiche Hinweise, wie Sie das Erlebnis Fliegen unbeschwert genießen können.

Für Allergien oder Unverträglichkeiten gibt es eine Vielzahl von Ursachen. Diese können auch an Bord eines Flugzeuges nicht vollkommen ausgeschlossen werden.

Filterung der Luft an Bord
Durch so genannte HEPA-Filter (high efficiency particulate airfilter) wird die Luft der Flugzeugkabine umgewälzt (max. 40-50%) und mit Außenluft angereichert. Die Mindestfrischluftmenge und die Porendurchmesser der Filter sind dabei in den Zulassungsbestimmungen der Flugzeugmuster vorgeschrieben. Katzenhaar- und Hausstauballergiker erfahren so Erleichterung.


Wichtige Information bei Nussallergie
Aufgrund der großen Anzahl von Passagieren auf THAI-Flügen kann die Gesellschaft weder in ihren Lounges noch in den Flugzeugkabinen eine 100% nussfreie Umgebung garantieren. Wenn THAI jedoch rechtzeitig über den Gesundheitszustand eines Passagiers informiert wird, bemüht sich die Gesellschaft sicherzustellen, dass jeder Kontaktpunkt die Anforderungen der Passagiere kennt.

Wir empfehlen Ihnen dringend, Ihre Medikamente mitzuführen bzw. stets ein Notfall-Armband zu tragen und das Personal von THAI zu informieren, sobald eine allergische Reaktion auftritt.

Da die zu injizierende Menge Insulin an den Mahlzeitenrhythmus gekoppelt ist, spielt die zeitliche Komponente eine besonders wichtige Rolle. Für von Diabetes mellitus betroffene Personen haben wir auf dieser Seite einige wichtige Hinweise zusammengestellt.

Beachten Sie bitte auch unsere Hinweise zur Mitnahme von Medikamenten.

Vor der Reise

  • Sprechen Sie vor einer Reise mit Ihrem Arzt über die Menge und Art der Insulininjektionen.
  • Lassen Sie sich außerdem einen genauen Reiseinjektionsplan erstellen. So wissen Sie wann und wie viel Insulin Sie zu sich nehmen müssen.
  • Nehmen Sie die doppelte Menge an erforderlichen Medikamenten und Materialien auf die Reise mit (am besten jeweils im Handgepäck und Koffer), damit Sie in Notfällen immer auf einen Ersatz zurückgreifen können.
  • Bei Flügen in Richtung Westen, in denen Sie Zeitzonen überschreiten, sollten Sie aufgrund der Verlängerung des Tages eine zusätzliche Mahlzeit und Insulindosis zu sich nehmen. Sprechen Sie vor der Reise darüber mit Ihrem behandelnden Arzt.
  • Da sich im Gegensatz dazu bei Flügen in Richtung Osten der Tag verkürzt, ist es empfehlenswert, entsprechend weniger Insulin zu spritzen. Sprechen Sie auch in diesem Fall vor der Reise mit Ihrem Arzt.


Nach der Ankunft

  • Bitte beachten Sie, dass Insulin bei Kühlschranktemperatur (+ 2 bis + 8 Grad Celsius) aufbewahrt werden sollte. Ohne Kühlung kann es bis zu 24 Stunden transportiert werden, jedoch nie bei Temperaturen über 25 Grad Celsius.
  • Nach der ersten Nacht im Zielland kann eine zusätzliche Blutzuckerkontrolle und eventuell ein extra Essen mit Kohlenhydraten empfehlenswert sein, um den Körper mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen.
  • Bei Durchfallerkrankungen und Erbrechen sollten Sie unbedingt noch vor Ort einen Arzt aufsuchen, der Ihren Flüssigkeitshaushalt untersucht und gegebenenfalls die Insulindosis neu anpasst. Führen Sie deshalb unbedingt die für eine Behandlung im Ausland notwendigen Dokumente mit sich. Informieren Sie sich hierzu bei Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenkasse.

Um Schwierigkeiten bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten während Ihrer Reise zu vermeiden, hat THAI hier für Sie einige wichtige Hinweise zusammengestellt.


Regelmäßig einzunehmende Medikamente
Im Zusammenhang mit der Zeitumstellung können sich Schwierigkeiten bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten ergeben. Wenn Sie in regelmäßigen zeitlichen Intervallen ein Medikament einnehmen müssen, empfehlen wir, vor einem Flug über eine oder mehrere Zeitzonen hinweg einen Arzt zu konsultieren.


Medikamente im Handgepäck
Die Verpackung von Medikamenten sollte schlagfest sein und Ihr Medikamentenbedarf nach Möglichkeit auf mehrere Handgepäckstücke verteilt werden. Es ist ratsam, etwa das Anderthalb- bis Zweifache des erwarteten Bedarfs im Handgepäck mitzuführen. Denn in Ausnahmefällen werden Flüge manchmal umgeleitet oder ihr Abflug verzögert sich um längere Zeit - auch wenn Sie schon im Flugzeug sitzen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Medikamente an Bord nicht gekühlt werden können. 

Mit Medikamenten durch den Zoll
Bei Medikamenten und Spritzen im Handgepäck ist es ratsam, eine ärztliche Bescheinigung mitzuführen, die bestätigt, dass es sich um persönlich benötigtes medizinisches Material handelt.


Verlust von Medikamenten
Für den Fall des Verlusts Ihrer Medikamente auf der Reise oder im Zielland sollten Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt eine Übersicht über Ihre Blutgruppe und andere wichtige Gesundheitsdaten sowie die Dosiseinstellung der Medikamente und ihre Generic-Namen (warenrechtlich nicht geschützte, internationale Freinamen von Arzneistoffen) ausstellen lassen. Führen Sie außerdem die für eine Behandlung oder Rezeptausstellung im Ausland notwendigen Dokumente mit sich. Informieren Sie sich hierzu bei Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenkasse.


Die Pille
Sicherheit in der Schwangerschaftsverhütung lässt sich am besten erzielen, wenn Sie bei Reisen in Richtung Westen, bei denen sich der Tag um mindestens 6 Stunden verlängert, eine Pille zusätzlich einnehmen. Hierzu empfehlen wir, vorher den behandelnden Arzt zu konsultieren.


Medikamenten-Applikation mittels EpiPen™
Grundsätzlich empfiehlt THAI allen Allergikern und Menschen mit Unverträglichkeiten, ihre Medikamente immer im Handgepäck bei sich zu haben. Die Applikation eines Medikamentes mittels EpiPen™ (Epinephrin) Autoinjektor kann im Notfall NICHT durch unsere Flugzeugbesatzung erfolgen. Kinder und Jugendliche, die einen EpiPen™ (Epinephrin) Autoinjektor mitführen, können an Bord von THAI Flugzeugen nur in Begleitung einer Person fliegen, die im Umgang mit diesem vertraut ist.


Medikamente gegen Reisekrankheit
Vorbeugend können Sie rezeptfreie Medikamente wie z. B. Reise-Kaugummis einnehmen, die Begleiterscheinungen der Reisekrankheit wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche mindern. Zur Unterdrückung von Brechreiz existieren ebenfalls Medikamente, die allerdings wegen ihrer potenziellen Nebenwirkungen verschreibungspflichtig sind.

Fluggäste mit Behinderungen, die während des Fluges Hilfe benötigen, müssen in Begleitung reisen und sich vorab anmelden, damit das Kabinenpersonal entsprechende Vorkehrungen treffen kann.

Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrem behandelnden Arzt über die Verfahren bei der Sicherheitskontrolle sowie weitere mögliche Risiken. Wenn Sie Träger von  Metallprothesen, Herzschrittmachern, internen Defibrillatoren oder medizinische Geräte an Bord mitführen möchten, müssen Sie bei der Sicherheitskontrolle und während des gesamten Fluges eine ärztliche Bescheinigung vorlegen können.

Ausreichende Mengen von Herzmedikamenten für die gesamte Reise sind sicherzustellen, u.a. sublinguales Nitroglycerin, und im Handgepäck mitzuführen. Führen Sie eine separate Liste der Medikamente einschließlich der Einnahmeverordnung und Tablettengröße mit sich, falls Medikamente verloren gehen. Vermeiden Sie, insbesondere während des Flugs, unnötiges Umhergehen. Die folgenden Zustände gelten für das Fliegen als unsicher

  • Instabile Brustschmerzen - Patienten, die in der jüngeren Vergangenheit einen Myokardinfarkt (MI) oder kongestives Herzversagen erlitten haben, sollten mindestens 6 Wochen danach und bis zur vollen Wiederaufnahme ihrer Alltagstätigkeiten ohne Brustschmerzen nicht fliegen. 
  • Patienten nach einer Koronararterien-Bypass-Operation (CABG) oder anderen thoraxchirurgischen Eingriffen sollten mit dem Fliegen 2 Wochen warten, bis die Luft, die vorübergehend zusätzlich in der Brusthöhle war, wieder resorbiert ist; andernfalls besteht bei geringerem atmosphärischem
    Druck das Risiko eines Barotraumas.
  • Unkontrolliertes Herzversagen
  • Nicht eingestellter Bluthochdruck mit einem systolischen Blutdruck von über 160 mmHg. Für Patienten mit Bluthochdruck besteht keine Kontraindikation für das Fliegen, solange dieser Blutdruck entsprechend unter Kontrolle ist. Solche Patienten sollten daran denken, ihre Medikamente an Bord mitzuführen.
  • Unbehandelte Arrhythmie (Herzrhythmus muss für die Reise kontrolliert werden; Gerinnungshemmer notwendig)
  • Dekompensierte Aortenklappenerkrankungen
  • Sporttauchen innerhalb der letzten 24 Stunden oder Dekompressionskrankheit
  • Unbehandelter oder instabiler Pneumothorax
  • Undrainierter Pleuraerguss Asthma; Flugreisen sind kontraindiziert für Personen mit labilem oder schwerem Asthma bzw. für solche, die in jüngster Zeit wegen Asthmas stationär behandelt werden mussten.
  • Für Patienten mit weniger schwerem Asthma, die flugtauglich sind, ist es unbedingt notwendig, daran zu denken, lebenswichtige Medikamente, insbesondere Inhalatoren zur raschen Symptomlinderung, im Handgepäck mitzuführen.
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Patienten mit chronischer Bronchitis, interstitieller Lungenerkrankung und Lungenemphysem sind je nach Grundlinien-PaO2 anfällig für erheblichen Sauerstoffmangel während des Flugs. Beurteilungskriterien für diese Patienten vor dem Flug: 50 Meter gehen oder Treppen steigen ohne unter Dispnoe oder Kurzatmigkeit zu leiden.
  • Unkontrolliertes Lungenversagen
  • Patienten, die mechanisch beatmet werden, oder die während der Reise instabil sind. Aktive Lungeninfektion
  • Neuromuskuläre Erkrankungen mit Hyperventilation, für die mechanische Beatmung notwendig ist. 
  • Lungentuberkulose, insbesondere bei immunabwehrgeschwächten Patienten, die noch keine 2 Wochen in Behandlung sind.
  • Thoraxchirurgische Eingriffe weniger als 3 Wochen vor dem Flug
  • Besondere Vorsichtsmaßnahmen bei Patienten mit Tracheostomie aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit in der Kabine

  • Unkontrollierte Epilepsie oder Patienten nach Gehirnoperation ohne Komplikationen in den letzten 2 Wochen. Generell besteht bei Fluggästen mit stabiler Epilepsie oder nach einer Gehirnoperation während eines langen Fluges eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Anfall; schwacher Sauerstoffmangel und Hyperventilation sind neben verstärkter Müdigkeit, Angstzuständen und unregelmäßiger Medikation bekannte begünstigende Faktoren. Obgleich es nicht angemessen wäre, unmittelbar vor einer Reise die Medikation zu ändern, sollte die Verabreichung zusätzlicher Antikonvulsiva in Betracht gezogen werden. Als Mindestanforderung müssen Fluggäste mit Epilepsie sicherstellen, dass sie im Handgepäck ausreichend Medikamente für die Flugdauer wie auch für unerwartete Verzögerungen mitführen.
  • Nach einem Schlaganfall oder einem zerebrovaskulären Vorfall gilt für Fluggäste, falls sie stabil oder rekonvaleszierend sind, normalerweise eine Wartezeit von 2 Wochen, bevor sie reisen dürfen. Bei Personen mit Zerebralarterien-Insuffizienz kann ein Sauerstoffmangel zu Problemen führen; ergänzende Sauerstoffzufuhr wird empfohlen.
  • Patienten innerhalb von 15 Tagen nach einem Unfall oder Gehirnverletzungen
  • Unbehandelte Hirnödeme oder Lumbalpunktionen in der Woche vor dem Flug
    Patienten, bei denen in den drei Tagen vor dem Flug ein Hirn-CT mit Kontrastmitteln durchgeführt wurde
  • Psychiatrie-Patienten benötigen vor der geplanten Reise ein ärztliches Attest. 
  • Patienten mit psychotischen Störungen, die durch Medikamente stabilisiert sind und mit einer sachkundigen Begleitperson sowie entsprechender Sedierung reisen, dürfen unter Umständen fliegen

Matt und erschöpft am Reiseziel angekommen? Langstreckenfliegern ist dieses Phänomen namens Jetlag bestens bekannt. Wir informieren Sie hier über Ursachen, Auswirkungen und geben Ihnen allgemeine Tipps was Sie dagegen tun können.


Ursachen

Der Mensch lebt normalerweise in einem 24-Stunden-Rhythmus. Während des Schlafes verlangsamt sich die Herz- und Atmungsfrequenz, der Blutdruck sinkt, die Muskulatur entspannt sich und die mentale und psychomotorische Leistungsfähigkeit verringert sich deutlich.

Durch den schnellen Ortswechsel in eine andere Zeitzone wird eine Phasenverschiebung im menschlichen Tagesrhythmus hervorgerufen. Nicht nur der Schlaf- und Wachrhythmus wird durchbrochen, sondern auch der regelmäßige Ablauf einer Vielzahl verschiedenster Körperfunktionen, die einem 24-Stunden-Rhythmus unterliegen.


Auswirkungen
Müdigkeit und eine verringerte Reaktionsfähigkeit in Verbindung mit Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten sind die häufigsten Folgen. Darüber hinaus können ein durch die Schlafunterbrechung hervorgerufenes Erschöpfungsgefühl, Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten.

Die Auswirkungen des Jetlags sind dabei bei einem Flug Richtung Osten stärker als bei einem Flug Richtung Westen. Der Grund für diesen Unterschied liegt darin, dass die "innere Uhr" des Menschen zu einem Rhythmus hin tendiert, der die 24 Stunden übersteigt. Fliegt man also von Ost nach West (zum Beispiel von Deutschland in die USA), ist der Tag länger - dies kommt dem biologischen Rhythmus eher entgegen. Die Umstellung des menschlichen Körpers auf die neue Zeit erfolgt dabei um 20 % schneller als bei einem Flug in Richtung Osten (zum Beispiel von Deutschland nach Thailand), da er hierbei mehrere Stunden "verliert".


Allgemeine Tipps gegen Jetlag

Während des Fluges

  • Stellen Sie bereits im Flugzeug Ihre Uhr auf die Uhrzeit des Ziellandes um, damit Sie sich mental an den neuen Zeitrhythmus gewöhnen können.


Nach der Ankunft

  • Versuchen Sie am Tagesrhythmus des Zielortes teilzunehmen, d. h. essen Sie zu den Zeiten des Gastlandes und gehen Sie erst ins Bett, wenn die Sonne untergeht.
  • Versuchen Sie, in der ersten Nacht nach der Ankunft ausreichend zu schlafen.
  • Vermeiden Sie möglichst anstrengende Aktivitäten an den ersten zwei Tagen nach der Landung, damit Ihr Körper Zeit hat, sich an den neuen Zeitrhythmus zu gewöhnen.
  • Vermeiden Sie die Einnahme von Schlafmitteln und Melatonin, denn diese bringen den Organismus zusätzlich durcheinander.
  • Verbringen Sie soviel Zeit wie möglich im Freien – das Tageslicht trägt dazu bei, dass sich der Körper schneller an die neue Umgebung anpasst.
  • Bei Kurztrips sollten Sie möglichst den Tag-Nacht-Rhythmus der Heimat beibehalten – auf diese Weise vermeiden Sie einen "doppelten" Jetlag.
  • Bleiben Sie, wenn möglich, nach der Reise ein bis zwei Tage zu Hause, damit Sie sich entspannt wieder an den Tagesrhythmus in Ihrer Heimat gewöhnen können.


Flugreisen Richtung Westen

Vor der Reise

  • Versuchen Sie, sich bereits einige Tage vor der Reise teilweise an den neuen Tagesrhythmus zu gewöhnen, indem Sie ein bis zwei Stunden später ins Bett gehen.
  • Planen Sie Ihre Ankunft möglichst um die Mittagszeit, damit Sie das hellste Licht des Tages nutzen können.
  • Planen Sie wichtige Termine oder Meetings im Zielland zu einer Tageszeit, zu der Sie sich am wachsten fühlen, d. h. nach einem Flug in Richtung Westen am Morgen.


Während des Fluges

  • Versuchen Sie, während des Fluges wach zu bleiben.
  • Bewegen Sie sich und trinken Sie viele alkoholfreie Getränke, um das natürliche Schlafbedürfnis zu bekämpfen.
  • Nehmen Sie eiweißreiche Nahrung (Käse, Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte) zu sich - diese helfen Ihnen, länger wach zu bleiben.


Nach der Ankunft

  • Geben Sie nicht dem auftretenden Müdigkeitsgefühl nach, sondern legen Sie sich erst schlafen, wenn in Ihrem Zielland die Sonne untergeht.
  • Halten Sie sich möglichst im Hellen auf. Licht hemmt die Produktion des Hormons Melatonin; dieses macht müde und stellt den Organismus auf Schlaf ein.

Flugreisen Richtung Osten

Vor der Reise

  • Versuchen Sie, sich bereits einige Tage vor der Reise an den neuen Tagesrhythmus anzupassen, d. h. gehen Sie früher ins Bett und stehen Sie entsprechend früher auf.
  • Planen Sie wichtige Aktivitäten zu einer Tageszeit, zu der Sie sich am wachsten fühlen, d.h. nach einem Flug in Richtung Osten am Abend.


Während des Fluges

  • Versuchen Sie, während des Fluges zu schlafen.
  • Nehmen Sie kohlenhydratreiche Kost (z.B. Obst, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Joghurt, Obstsäfte) zu sich – dadurch stimulieren Sie das natürliche Schlafbedürfnis.
  • Früchtetee wirkt ebenfalls schlaffördernd.
  • Versuchen Sie autogenes Training oder Entspannungsübungen statt Schlaftabletten.
  • Verzichten Sie auf Alkohol als „Müde-Macher“, denn er wirkt an Bord stärker als auf der Erde, trocknet den Körper aus und verzögert außerdem die Umstellung des Organismus auf die neue Zeitzone.

Durch das Absinken des Luftdrucks in den Flugzeugen kommt es gelegentlich bei Fluggästen zu Ohrenschmerzen. Finden Sie im folgenden wertvolle Tipps, um Beschwerden vorzubeugen.


Mögliche Ursachen für Ohrenschmerzen an Bord
Der Luftdruck in Verkehrsflugzeugen kann in der Kabine bis auf ein Niveau absinken, das einer Höhe von etwa 2.500 Metern über dem Meeresspiegel entspricht. Dadurch kommt es gelegentlich bei Fluggästen zu Ohrenschmerzen.

Diese treten vor allem dann auf, wenn der Druckausgleich zwischen dem Mittelohr und den umgebenden Druckverhältnissen nicht stattfinden kann. Insbesondere bei Erkältungskrankheiten mit einer Anschwellung der Nase und des Verbindungsganges zwischen Rachenhinterraum und Mittelohr (die sogenannte Eustachische Röhre) kann es zu solchen Beschwerden kommen.

Weniger problematisch: der Start
Wenig problematisch sind meistens der Start und der anschließende Höhenaufstieg. Denn hier entsteht in der Kabine ein Unterdruck. Der im Mittelohr bestehende Überdruck kann dann sogar bei einer Erkältung relativ leicht über die Eustachische Röhre ausgeglichen werden.

Bei Erkältung schmerzhaft: die Landung
Probleme bereitet häufiger die Landung, denn bei einem Höhenabstieg mit wieder steigendem Kabinendruck besteht die Möglichkeit, dass der natürliche Druckausgleich durch eine erkältungsbedingte Schleimhautschwellung gestört wird. Es kommt dann zu einem Unterdruck im Mittelohr mit einer Belastung des Trommelfells, die schmerzhaft sein kann.


Das können Sie tun, um Ohrenschmerzen vorzubeugen
Die wichtigste Technik, um einen Druckausgleich zu ermöglichen, ist die sogenannte Valsalva-Methode: Halten Sie sich die Nase zu und pressen Sie Luft kräftig bei geschlossenem Mund in den Rachenhinterraum. Dadurch wird die Eustachische Röhre geöffnet und ein Druckausgleich ermöglicht.

Zur Vorbeugung können Sie etwa eine halbe Stunde bevor das Flugzeug die Reiseflughöhe verlässt ein abschwellendes Nasenspray in beide Nasenöffnungen geben. Die Verbindungsgänge zwischen Nasennebenhöhlen und Mittelohr werden dann wieder frei und ermöglichen den Druckausgleich zwischen den äußeren Druckverhältnissen und dem Mittelohr.

Zusätzlich können Sie durch Kaubewegungen den Druckausgleich beschleunigen. Am besten, Sie nehmen ein paar Kaugummis mit. Aber auch durch bewusstes Gähnen können Sie den Druckausgleich verstärken.

Bei einer schweren entzündlichen Erkrankung der Nasennebenhöhlen sollten Sie auf jeden Fall vor dem Flug den behandelnden Arzt befragen.

Fluggäste können aufgrund der Gasausdehnung während des Flugs unter Magen-Darm-Beschwerden leiden.

  • Bei Patienten nach chirurgischen Eingriffen im Abdominalbereich, bei denen hohle Organe genäht wurden, besteht aufgrund der Gasausdehnung in großer Höhe ein Perforations- bzw. Blutungsrisiko. Nach einem chirurgischen Eingriff im Abdominalbereich sollte 2 Wochen lang auf Flugreisen verzichtet werden.
  • Für Reisende mit Kolostomie besteht während des Flugs kein erhöhtes Risiko, obgleich die Darmaufblähung zu mehr Stuhl führen kann. Es wird die Verwendung eines großen Kolostomiebeutels empfohlen. Kleinere Beutel müssen möglicherweise häufiger gewechselt werden; es sollte eine ausreichende Menge Ersatzbeutel im Handgepäck mitgeführt werden.
  • Patienten die an Darmverschluss, Geschwürblutungen oder der Ruptur von Speiseröhren-Varizen leiden. Bei Blutungen kann die Reise erlaubt werden, wenn ein deutlicher endoskopischer Nachweis der Heilung vorliegt, bzw. nach einer Wartezeit von 3 Wochen und einem Hämoglobinwert von über 10 g/dl.
  • Schwere Gastroenteritis mit Dehydrierung
  • Patienten nach Magen- oder Darmoperationen in den letzten 7 Tagen
  • Patienten nach einer Darmspiegelung in den letzten 24 Stunden

Wenn Ihnen auf Flugreisen schnell schlecht wird, dann leiden Sie wahrscheinlich an Reisekrankheit. Mit folgenden hilfreichen Maßnahmen können Sie dieses unangenehme Übelkeitsgefühl lindern.


Nicht mit leerem Magen fliegen
Fliegen Sie nicht mit leerem Magen, denn dies hilft nicht - wie fälschlicherweise angenommen - gegen Reisekrankheit, sondern fördert sie.

Stattdessen ist leichte Kost wie Obst, Gemüse, Salat, Kekse, Müsliriegel und Zwieback vor und während eines Fluges empfehlenswert. Verzichten Sie aber auf Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol, Nikotin und scharfe, fetthaltige Speisen.

Nehmen Sie Vitamin B1 zu sich: Es ist maßgeblich an der Übertragung von Nervenimpulsen beteiligt und hilft Reisekranken, Gleichgewichtsprobleme zu lindern. Folgende Nahrungsmittel enthalten besonders viel Vitamin B1: Artischocken, Fisch, Haferflocken, Naturreis, Spargel, Weizen und Schweinefleisch.

Ingwer hilft auf sanfte und natürliche Weise gegen Übelkeitsbeschwerden. Trinken Sie deshalb rechtzeitig vor dem Abflug einen Ingwertee. So vertreiben Sie Ihre Übelkeit auf natürlichem Wege und ganz ohne Nebenwirkungen.


Die richtige Platzwahl
Bitten Sie um einen Platz am Mittelgang in der Höhe der Tragflächen, denn dort sind Bewegungen des Flugzeuges am wenigsten zu spüren.

Wenn das nicht möglich ist, sichern Sie sich einen Platz am Fenster. Wenn Sie tagsüber fliegen, können Sie dann Ihren nervösen Magen beruhigen, indem Sie einen Punkt am Horizont fixieren und dadurch dem Gleichgewichtssinn einen Bezugspunkt geben. Die Folge: das Übelkeitsgefühl lässt nach.

Informieren Sie sich hier, welche Ursachen eine Reisethrombose haben kann, ob sie zur Risikogruppe gehören, und was Sie tun können um einer solchen Komplikation auf Ihrem Flug vorzubeugen.


Mögliche Ursachen einer Reisethrombose
Durch langes bewegungsarmes Sitzen, wie z. B. in Flugzeugen, wird der durch die Muskelbewegung aktiv geförderte Rückstrom des Blutes zum Herzen eingeschränkt. Dies kann zu Flüssigkeitseinlagerungen, vorzugsweise im Unterschenkelbereich, führen. Der erhöhte Gewebedruck bewirkt dann seinerseits eine Reduzierung des Blutrückstroms.

In seltenen Fällen kann sich bei Risikopersonen ein Blutgerinnsel an der Wand der Vene entwickeln, das als Thrombose bezeichnet wird und den Rückstrom des Blutes zusätzlich erheblich behindert.

In ganz seltenen Fällen kann es zum Abriss eines Teils dieses Gerinnsels kommen, welches über den Blutstrom bis in die Lunge verschleppt werden kann. Durch den Verschluss eines Blutgefäßes kann dies so zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Pumpleistung des Herzens führen. In diesem Fall spricht man von einer Lungenembolie, die im Extremfall zu plötzlichem Herzversagen führen kann.


Besondere Risikogruppen

  • Personen über 60 Jahre
  • Personen, die bereits früher eine Thrombose erlitten haben
  • Übergewichtige Personen
  • Schwangere
  • Personen mit einer bösartigen Erkrankung
  • Personen, die die Pille nehmen und gleichzeitig rauchen
  • Personen, die kürzlich operiert wurden
  • Personen, die einen erblichen Gerinnungsdefekt aufweisen


Das können Sie tun, um einer Thrombose vorzubeugen
Durch sogenannte Kompressionsstrümpfe (am besten Kompressionsstrumpfhosen) können Sie die Flüssigkeitseinlagerung in den Beinen deutlich reduzieren. Bei Risikogruppen sollten diese Strümpfe zudem individuell angepasst werden.

Versuchen Sie, sich während des Fluges zu bewegen.

Achten Sie darauf, während des Fluges ausreichend zu trinken, um bei der trockenen Luft im Flugzeug einen vernünftigen Flüssigkeitsausgleich herzustellen.

Schränken Sie den Alkoholgenuss ein und verzichten Sie auf Schlaf- oder Beruhigungsmittel.

Für besonders gefährdete Personen empfehlen wir dringend die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt. In Einzelfällen kann die vorbeugende Einnahme eines Medikaments zur Verhinderung von Blutgerinnseln notwendig sein.

  • Augenkrankheiten wie Netzhautablösung, die weniger als 3 Wochen zurückliegt, akutes Glaukom oder kürzlich durchgeführte Operationen (in den letzten 1 Monat), kürzlich durchgeführte Kataraktoperationen, nicht abgeheilte Keratitis, Augenoperationen in den letzten 3 Monaten.
  • Akute Nasennebenhöhlenentzündung oder akute Mittelohrentzündung.
  • Operationen am Ohr in den letzten 3 Monaten.
  • Schwere Anämie mit einem Hämoglobinwert von weniger als 10 g/dl. Bei niedrigem Sauerstoffgehalt in der Kabine kann es zu Schwindelgefühlen oder sogar zur Bewusstlosigkeit während des Fluges kommen; ein Hämoglobinwert von weniger als 8,5 g/dl ist für Flugreisen kontraindiziert.
  • Krankheiten, für die eine medizinische Ausrüstung erforderlich ist und die nach den Vorschriften der Fluggesellschaften verboten sind.
  • Übertragene Infektionen: Windpocken, Masern, Mumps, Keuchhusten, Herpes zoster usw.
  • Immundefiziente Patienten mit schweren Komplikationen.
  • Ein instabiler Diabetiker darf nicht mit dem Flugzeug reisen. Bei gut eingestelltem Diabetes muss zunächst bei der Fluggesellschaft eine entsprechende Diabetikermahlzeit bestellt werden. Reisende mit Diabetes sollten alle Medikamente (sowie Nadeln, Spritzen, Blutzuckermessgeräte, gezuckerte Snacks und eine Vorrichtung zur Aufbewahrung von Nadeln/Lanzen) im Handgepäck und nicht im aufgegebenen Gepäck mitführen. Die Reisen können durch mehrere Zeitzonen führen. Es wird empfohlen, sich während des Fluges an die Abflugzeit zu halten und bei der Ankunft am Zielort zu versuchen, sich an die Ortszeit anzupassen.
  • Alle kürzlich durchgeführten Operationen oder kürzlichen Verletzungen, Gaseinschlüsse im Körper verursachen Probleme in der Höhe.
  • Kürzlich erlittene Frakturen mit Gipsverband (der Gips muss für die Reise geteilt werden, um ein Kompartmentsyndrom oder schädliche Schwellungen auf langen Flügen zu vermeiden).
  • Schwere Verbrennungen oder infizierte große Wunden.
  • Endstadium einer Krankheit, die sich während der Reise verschlechtern kann.
  • Vorsichtsmaßnahme für Patienten mit Blasenkatheter: Der Ballon muss mit Wasser gefüllt sein, der Katheter muss vor der Abreise gewechselt werden, und es dürfen keine Anzeichen für eine Harnwegsinfektion durch direkte Untersuchung und durch Urinkultur vorliegen.

Medizinisches Betreuungsformular

Fluggäste mit nicht behandelten oder stabilisierten Krankheitszuständen bzw. Fluggäste, deren Verfassung sich während des Flugs verschlechtern kann, müssen vor der Buchung des Flugs ein ärztliches Attest anfordern. Der behandelnde Arzt muss ein MEDIF (MEDizinisches InformationsFormular) mit detaillierten Angaben zum Gesundheitszustand ausfüllen und angeben, ob besondere Vorkehrungen wie Sauerstoff, ein Rollstuhl oder eine Trage notwendig sind. THAI ist berechtigt, die Beförderung abzulehnen, aufzuschieben oder die Reisebedingungen zu ändern. Das Fliegen ist nur für behandelte und stabile Patienten zulässig.

 

MEDIF ausfüllen (Medical Information Form)

KONTRAINDIKATIONEN

 
  • Säuglinge unter 14 Tagen dürfen nicht mit dem Flugzeug reisen.

    Druckveränderungen in der Kabine können bei Neugeborenen zu Atemproblemen oder Hirnschäden führen.

    * Für Frühgeborene muss vor Reiseantritt ein MEDIF vorgelegt werden.

  • Schwangere Passagiere

    Schwangere Passagiere dürfen mit dem Flugzeug reisen, sofern ihre Schwangerschaft normal verläuft und keine Komplikationen vorliegen. In der Frühphase der Schwangerschaft ist jedoch besondere Vorsicht geboten, da der Sauerstoffgehalt in der Flugzeugkabine niedriger als normal ist und sich auf das Ungeborene auswirken kann.

    Die Bestimmungen von THAI für schwangere Passagiere lauten wie folgt:
    • Schwangerschaft ab der 28. Woche
      Es ist ein ärztliches Attest erforderlich, aus dem der voraussichtliche Entbindungstermin hervorgeht und das bestätigt, dass die Passagierin flugtauglich ist. Das ärztliche Attest muss innerhalb von 7 Tagen vor Abflug des ersten Fluges der Reiseroute ausgestellt worden sein.

    • Schwangerschaft bis zur 34. Woche
      Schwangere Passagierinnen mit einer Einlingsschwangerschaft und ohne Komplikationen dürfen auf Flügen mit einer Dauer von mehr als 4 Stunden reisen. Es ist ein ärztliches Attest erforderlich, in dem das voraussichtliche Entbindungsdatum angegeben und die Flugtauglichkeit bestätigt wird. Das ärztliche Attest muss innerhalb von 7 Tagen vor Abflug des ersten Fluges der Reiseroute ausgestellt worden sein.

    • Schwangerschaft bis zur 36. Woche
      Schwangere Passagierinnen mit einer Einlingsschwangerschaft und ohne Komplikationen dürfen auf Flügen mit einer Dauer von höchstens 4 Stunden reisen. Es ist ein ärztliches Attest erforderlich, in dem das voraussichtliche Entbindungsdatum angegeben und die Flugtauglichkeit bestätigt wird. Das ärztliche Attest muss innerhalb von 7 Tagen vor Abflug des ersten Fluges der Reiseroute ausgestellt worden sein.

    • Eine Schwangerschaft von mehr als 36 Wochen ist für Flugreisen nicht zulässig.

    • Mehrlingsschwangerschaft oder Schwangerschaft mit Komplikationen
      Bei Komplikationen wie einer Plazenta praevia oder einer Vorgeschichte von Frühgeburten wird von Langstreckenflügen abgeraten, es sei denn, ein medizinisches Informationsformular (MEDIF) wird vorgelegt und eine Reisegenehmigung erteilt.
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